Tag 16: Spaziergang zum schwedischen Shoppingcenter

Da Sonntag war, gab es das Frühstück erst um neun, doch das hat uns nichts ausgemacht, denn wir hatten heute einen Ruhetag eingeplant. Zum Frühstück gab es Ei, Käse, Wurst, Nutella (die norwegische Variante Nugatti), Marmelade sowie Gurke und Tomate, dazu Kaffee und Orangensaft. 

Danach folgte der einzige feste Tagesordnungspunkt: Wir sind die drei Kilometer zur schwedischen Grenze gegangen, um dort in einem umgebauten Bus einzukaufen. Ohne Rucksack flogen wir nahezu über die Asphaltstraße und haben die Strecke ohne Anstrengung in weniger als einer halben Stunde zurückgelegt. 

Der Bus stand quasi direkt hinter der Landesgrenze und auf dem beengten Raum konnten wir so ziemlich alles kaufen, was man als Wanderer so braucht. Nur Nudeln gab es nicht, darum haben wir Kartoffelpü stattdessen mitgenommen. Wir wollen nämlich die nächsten zwei Abende kochen und nicht eine Tütenpampe zubereiten. Also haben wir noch Makrele in Tomatensauce und Tomatenmark in den Einkaufskorb gegeben. Und natürlich die Grundnahrungsmittel Kartoffelchips und Bier, plus diverse Süßigkeiten.

Nach kurzer Rast auf einer nahegelegenen Bank und einer Unterhaltung mit der Kassiererin, ging es wieder Richtung Fjellstue. Bemerkenswert war hier das Straßenschild mit dem Hinweis auf Umeå, die nächste schwedische Stadt, die nur ca. 450 Kilometern entfernt liegt, denn dort werden wir in acht Monaten landen, um im noch näher gelegenen Ort Blattnicksele einen einwöchigen Huskyurlaub zu machen.

Wieder bei der Fjellstue, haben wir nach unserem Paket gefragt, das wir in Trondheim für uns aufgegeben hatten. Es war tatsächlich da und die Verpflegung der zweiten Wanderhälfte war gesichert. Nach einer kleiner Inventur unserer Vorräte haben wir jeder vier Fertiggerichte aussortiert und in der Hütte, die für die NPL-Wanderer gedacht ist, unseren Nachfolgern dagelassen. Wir waren wohl nicht die Ersten mit Übervorräten, denn der Schrank platzte quasi mit ebensolchen aus allen Nähten. Hätten wir das vorher gewusst, dann wäre ein Versorgungspaket eigentlich unnötig gewesen. Immerhin habe ich mir zwei Nudelsuppen aus dem Schrank genommen und auch Petra hat ein paar Kleinigkeiten für sich entdeckt.

Den restlichen Tag haben wir mit Lesen und Warten auf das Abendessen verbracht. So ein Ruhetag ist schon toll, besonders bei dem schönen Wetter, das wir heute hatten. Doch wir freuen uns schon auf morgen, wo es dann endlich wieder weitergeht.

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