Vom Königsweg wieder zurück zum Königswald

Direkt nach dem Frühstück hat uns Corinne zum Flughafen von Luleå gefahren. Nach einem kurzen, herzlichen Abschied sind wir in die Abflughalle gegangen, haben unser Gepäck aufgegeben und sind zum Abflugterminal geschlendert. Da Ines Terminal am andere Ende des Flughafens lag, haben wir uns auch von ihr verabschiedet, hatten aber die Hoffnung, dass wir sie noch mal in Stockholm, wo wir alle eine Zwischenlandung hatten, treffen würden.

Als der Flieger sich Arlanda (dem Flughafen von Stockholm) genähert hat, konnten wir sehen, dass hier alles schneefrei war. Doch kaum waren wir im Flughafengebäude, fing es wieder an zu schneien. So musste unsere Maschine wieder enteist werden.

Deicing

Die Wartezeit haben wir mit Lesen überbrückt. Immerhin konnte ich so das Buch Natriumchlorid von Jussi Adler-Olsen fast zur Hälfte durchlesen.

Ich, mit 11 Tagesbart und dem spannenden Roman von Jussi Adler-Olsen

Direkt nachdem wir unser Gepäck in Düsseldorf vom Band genommen hatten, habe ich den Langzeitparkplatz, auf dem wir unseren Wagen abgestellt hatten, angerufen. Kaum hatten wir den Flughafen verlassen stand auch schon der Abholservice parat und hat uns zum Parkplatz gebracht. So einen Langzeitparkplatz haben wir zum ersten Mal gebucht und wir waren wirklich begeistert, wie problemlos alles funktionierte. Da uns der Parkplatz für die fast 2 Wochen nur 50 Euro gekostet hat, werden wir das wohl in Zukunft häufiger in Anspruch nehmen.

Die Organisation der gesamten Tour vom Arctic Mountain Team war wirklich sehr gut. Betreuung, Ausrüstung, Verpflegung: alles stimmte.

Es war wirklich faszinierend, mal in dieser Winterlandschaft zu wandern, doch insgesamt muss ich sagen, dass diese 9 Tage gereicht haben. Denn im Sommer finde ich alles wesentlich freundlicher und abwechslungsreicher. Auch die Pausen sind viel erholsamer und entspannter.

Etwas überrascht – um nicht zu sagen enttäuscht – waren wir darüber, dass so viele Menschen auch im Winter unterwegs sind. An der Hütte Abiskojaure waren alle 61 Betten belegt und zusätzlich standen dort noch mindestens 5 Zelte. Das sind also ungefähr 70 Wanderer, die gleichzeitig unterwegs sind. Im Vergleich zu den Alpen mag das gering erscheinen, doch in Norwegen haben wir selbst zur Hauptsaison nicht so viele Mitwanderer angetroffen (wenn wir einige zentral gelegene Hütten außen vor lassen).

Allerdings war es auch gut, dass wir unsere Ausrüstung mal auf Wintertauglichkeit testen konnten. Denn im Prinzip hatte ich an Anziehsachen genau das mit, was ich auch letztes Jahr in Norwegen mit hatte. Nun weiß ich, dass ich mir bis -25 Grad keine Sorgen machen muss. Frieren werde ich nicht, so lange ich mich bewege und kein heftiger Wind von vorne kommt. Auch haben sich die neu erworbenen Fäustlinge und auch das Netzhemd von Brynnje bestens bewehrt.

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