2026 Fischerweg

Der Fischerweg (englisch: Fishermen-Trail, portugiesisch: Trilho dos Pescadores, der ein Teil des Rota Vicentina ist) führt von SInes bis Lagos über 220km den Wanderer an der portugiesischen Atlantikküste entlang, fast ausschließlich innerhalb des Nationalparks Vicentina. Der Name liegt darin begründet, dass auf diesem Weg die Fischer zur ihren Häfen und die Angler zu ihren Angelplätzen, die sich oft hoch oben auf den steilen Klippen befinden, gelangen.

Wir haben während unserer letztjährigen Norwegenwanderung vom Fischerweg erfahren, und da wir gerne mal wieder in etwas wärmeren Gegenden unterwegs sein wollten, uns entschieden, ihn in Angriff zu nehmen.

Obwohl er erst 2012 offiziell eröffnet wurde, ist er inzwischen recht bekannt und relativ voll. Gefühlt mindestens die Hälfte der Wanderer sind Deutsche. Die meisten scheinen ihn von Nord nach Süd zu wandern (so auch wir). Da in Abständen von ca. 20km immer Ortschaften erreicht werden, sind die Etappen schon quasi vorgegeben und so trifft man sich auf diesem Weg immer wieder. Verpflegung und Übernachtung sind somit auch kein Problem.

Die Aussichten sind oft phänomenal, solange der Weg in Küstennähe ist. Doch ungefähr die Hälfte des Weges führt auch etwas abseits des Meeres entlang, und diese Abschnitte sind meist recht eintönig. Auch sind die meisten Ortschaften nicht sehr idyllisch, man merkt, dass diese Gegend nicht gerade von Reichtum geprägt ist. Aber das Essen ist immer hervorragend.

Wir waren Mitte März unterwegs und die Temperaturen waren zum Wandern meistens optimal. Abends wurde es immer recht kühl, so dass wir unsere Daunenjacken angezogen haben. Da wir alles im Voraus gebucht hatten, hatten wir auch nie Probleme, eine Unterkunft für die Nacht zu bekommen.

Vom Anspruch her, ist dieser Weg nicht mit Wanderungen in Norwegen oder den Alpen zu vergleichen. Maximal sind 450 Höhenmeter hinauf pro Tag zu bewältigen. Die Steigungen sind (bis auf die letzten 2/3 Etappe) moderat und Trittsicherheit ist meistens auch nicht unbedingt erforderlich. Zu unserer Zeit gab es zwei etwas tiefere Furten, die uns aber auch vor keine Probleme stellten. Doch viele Mitwanderer hatten damit überhaupt keine Erfahrungen und waren da fast überfordert. Aber Steilheit, Trittsicherheit und Gefährlichkeit sind subjektive Kriterien, ich kann das nur von unserer Warte aus beschreiben.

Die Markierung des gesamten Weges war hervorragend. Mit parallelen, horizontalen Streifen in blau und grün. Vor Kreuzungen gab es meistens einen blauen Pfeil, der anzeigt, in welcher Richtung es weiter geht. Und die Wege, die ebenfalls in die Kreuzung münden, aber die falschen sind, wurden mit einem blau-grünen Kreuz markiert.

Einige haben für diesen Weg Gepäcktransport organisiert, wir sind mit recht kleinem Gepäck unterwegs gewesen. Unsere Rucksäcke haben incl. Wasser und Tagesverpflegung keine 9kg gewogen.

Hier ist unser Reisebericht zum Fischerweg, der laut Werbung „Wahrscheinlich einer der besten Küstenwege der Welt“ ist.

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Drüber, drunter und durch

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Gefudelt

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Utopie

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Badetag

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Abreise

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