Garderobe mit Klapphaken

Da sehr viel Buchenholz nach der Fertigstellung der Bank mit runden Ecken übrig war, wollte ich noch eine Garderobe herstellen, in die ein Spiegel integriert ist und die über Haken zum Herunterklappen verfügt. 

Zunächst wurden die Lamellen gesägt, gefast, geschliffen und die Bohrungen für den Klappmechanismus angebracht. Das ist alles nicht weiter spannend. 

Das Besondere bei diesem Projekt waren die Haken. Diese habe ich zunächst am PC konstruiert und mit Hilfe des ausgedruckten Plans eine Frässchablone hergestellt. Diese wird sowohl zum Fräsen als auch zum groben Anzeichnen der Konturen verwendet.

Die an der Bandsäge grob ausgesägten Haken. Man kann auch noch die aufgezeichneten Konturen erkennen. Durch die Bohrungen wird später eine 6mm Stange gesteckt, um die die Haken rotiert werden können.
Hier sieht man die Frässchablone mit den zwei Niederhaltern. So sind meine Finger weit weg vom Fräser und das Werkstück wird sicher gehalten.
Ein Teil der bereits gefrästen Haken.
Zwei der senkrechten Lamellen, die sich direkt neben dem Spiegel befinden werden. Deshalb verfügen sie auch über eine eingefräste (rechts) und später gerade ausgestemmte (links) Tasche, in die die Ränder des Spiegel hineingesteckt werden, so dass er sicher befestigt ist.
Beim Bohren der Löcher in die Lamellen habe ich leider auch eine der beiden äußeren Lamellen komplett durchbohrt. Da das Loch später nicht zu sehen sein soll, musste dieser Mangel behoben werden. Wie so oft, muss man den Schaden etwas größer machen, um ihn besser beseitigen zu können. Hier wird das Loch auf 16mm vergrößert.
Dann habe ich einen 16mm Dübel hergestellt, der mit etwas Leim in das Loch getrieben wurde.
Die Überstände wurde weggesägt und -gehobelt. Nach dem Foto hier wurde diese Stelle noch etwas geschliffen und der Fehler war kaum noch zu sehen.
Dann habe ich die Grundplatte vorbereitet. Hier benutze ich meinen schönen neuen, japanischen Fashobel, um die Kanten zu brechen.
Dann mussten die Löcher für die Schrauben angezeichnet werden. 

Nach dem Anzeichnen wurden die Löcher gebohrt und gesenkt. Anschließend bekam die Vorderseite noch einen schwarzen Anstrich, bevor die Einzelteile angebracht werden konnten.
Der Projektabschluß: Der Spiegel hängt am Bestimmungsort.

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