Organischer Couchtisch

Da wir uns eine neue Couch gekauft haben und diese recht geschwungen geformt ist, passt der alte, geradlinige Couchtisch nicht mehr. Ein neuer muss her. Und ich wollte beim Design, dass sich das Runde der Couch sowohl in der Tischplatte als auch im Untergestell wiederfindet.

Als erstes habe ich die Kontur der Tischbeine im CAD-Programm designt, ausgedruckt und auf eine Sperrholzplatte übertragen.
Neben der Frässchablone habe ich aber auch Schablonen für das Anzeichnen und den Zuschnitt der drei Elemente gebraucht, aus denen jedes Bein besteht.
Das benötigte Holz konnte ich aus den Resten eines vorherigen Projektes nehmen.
Es hat gerade so für die drei Beine gereicht. Ich habe habe mehrere Versuche gebraucht, die neun Einzelteile auf die 4 Bretter zu verteilen.
Die Einzelteile wurden zunächst grob an der Bandsäge zugeschnitten.
Um je drei Teile zu einem lückenlosen Gesamten zusammenfügen zu können, müssen die Winkel 100 prozentig stimmen. Hierzu dienten die vorher hergestellten Schablonen. Mit ihnen konnte ich die jeweiligen Winkel exakt auf Anschläge übertragen, die auf meinem Schiebeschlitten befestigt wurden.
Und so sieht das Ganze dann beim Zuschnitt der ersten Verleimflächen aus.
Der zweite Zuschnitt wird vorbereitet. Hier muss nun nicht nur der Winkel, sondern auch die Länge genau stimmen, weshalb noch ein zweiter Anschlag angebracht wurde.
Die zweite Verleimfläche beim Zuschnitt.
Die Gesamtschablone kommt zum Einsatz. Ein Bein ist zusammengelegt worden und die Konturen werden nun aufgetragen.
Ein Bein mit Kontur und den notwendigen Kennzeichnungen.
DIe Domino-Dübellöcher sind nun eingefräst.
Zum Anbringen der Zwingen habe ich noch kleine, parallele Stufen in das überschüssige Holz gesägt.
Nun wird die Gesamtschablone zum Fräsen der exakten Kontur benötigt.
Die Umrisslinien sind nun OK, doch die Außenflächen sollen noch eine Schräge bekommen.
Die Schräge wird mit dieser wilden Konstruktion gefertigt. Das Bein ist auf der unteren Platte drehbar gelagert, die Fräse läuft auf den Schienen im gewünschten Winkel.
Jetzt sind die drei nahezu fertig, es fehlen noch die Schlitze für die Verbindung zu einer Einheit.
Und wieder kommt die Schablone zum Einsatz, mit deren Hilfe ich die Position der Schlitze übertrage.
In diesen Schlitz kommt später eine Platte, die die drei Beine verbinden wird.
Untergestell fertig.
Wieder im CAD-Programm, habe ich die Form der Platte konstruiert und auf etlichen DIN-A4-Seiten ausgedruckt, zusammen- und dann auf diese Holzplatte geklebt.
Bei meinem Lieblingsholzhändler musste ich dann eine große Fuhre Walnuss bestellen, für die Tischplatte und für einen Schrank, den ich Anfang 2026 bauen werde. Hier nutze ich den Schlitten, den ich weiter oben für die Schräge verwendet habe, um eine gerade Fläche auf dem sägerauen Brett herzustellen.
Und so sieht das Brett nach dem Fräsen aus.
Mit Hilfe der Schablone wurde die Längen der einzelnen Bretter bestimmt und hier nun auch die Kontur aufgetragen.
Dann wurden die einzelnen Bretter zu einer Platte verleimt.
Die Fläche wurde geschliffen, an der Bandsäge grob in Kontur und anschließend mit Hilfe der Schablone und der Oberfräse auf die finale Form gebracht.
Nun fehlt nur noch die große Fase an der Unter- und die kleine an der Oberkante.
Platte geölt.
Das Untergestellt wurde zusammen mit der Platte final geschliffen und geölt. Zum Trocken habe ich es hier schon mal verheiratet.
Der letzte Arbeitsschritt: Untergestell und Platte werden miteinander verschraubt. Die Verbindung ist hierbei so, dass das Holz noch arbeiten kann.

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