Roadtrip Norwegen 2026: Umrundung des Ågvatnet

Nach den vergangenen, anstrengenden Besteigungen fiel meine Wahl heute auf einen Spaziergang um den See Ågvatnet. Laut Karte sieht der Weg chillig aus: sechs Kilometer mit keinen 200 Höhenmetern.

Tja, so kann man sich täuschen. Was aus der Karte nicht herauszulesen ist, das der Weg entweder matschig oder felsig ist und ständig rauf und runter geht. Außerdem ist er zwar mit T2 markiert enthält aber für wenige Meter drei T5-Passagen, die mit Ketten abgesichert sind, an denen man sich raufziehen oder herunterlassen kann.

Für die sechs Kilometer haben wir drei Stunden benötigt. Ein Paar ist mit uns in den Weg eingestiegen und die hatten schon nach 50 Metern große Umwege gemacht, um die matschigen Stellen zu vermeiden. Seit dem haben wir sie nicht wiedergesehen. Wir vermuten, dass sie irgendwann umgekehrt sind.

Die erste Hälfte laufen wir noch im Schatten der Berge und kaum sind wir auf der Sonnenseite angekommen, legen wir direkt eine längere Pause ein. Die zweite Hälfte erweist sich dann als wesentlich angenehmer zu gehen.

Was auch nicht zur Motivation heute beigetragen hat, ist die Aussicht, die sich vom ersten bis zum letzten Schritt kaum verändert hat. Das Talende, auf das wir zugehen, konnte man bereits beim Abmarsch fast komplett überschauen.

Dennoch scheint der Weg sehr beliebt zu sein, denn Schuhabdrücke sehen wir eine Menge. Vom sportlichen Aspekt her war die Wanderung gut, doch der Spaßfaktor war besonders für Petra nahe Null.

Nachdem wir den Ort Å erreichen, gehen wir am Stockfischmuseum vorbei und halten auf das Freilichtmuseum zu. Wir kommen an unzähligen, bunt angestrichenen Stelzenhäuser vorbei, die allesamt an Touristen vermietet werden. In beide Museum gehen wir nicht hinein, sondern steuern nun auf das Ende der Lofoten zu, zumindest das Ende, das man über normale Wege noch erreichen kann.

Zum richtigen, noch acht Kilometer weiter westlich gelegenen Ende führt nur ein sehr langer und anspruchsvoller Weg, der fast durchgehend T4 beziehungsweise T5 ist und zu dem wir an der Seemitte bei unserem Spaziergang hätten abzweigen müssen. Insgesamt wären das noch zusätzliche 2600 Höhenmeter und 25 Kilometer gewesen, aber auch schon so hat es uns für heute gereicht.

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