Es regnet als wir aufstehen und hört den ganzen Vormittag und einen Großteil des Nachmittags nicht auf. Zeitweise hat es den Anschein, als ob das Wetter besser werden würde, doch dann fängt der Regen auch schon wieder an.
Wir verbringen die Zeit in der gemütlich aufgeheizten Hütte mit Lesen, Essen und im Internet Surfen, denn der Empfang hier ist erstaunlich gut.
Gegen 10 bekommen wir Besuch von einem Tschechen, der hier nur kurz frühstücken und sich aufwärmen will, bevor er zur Vuomahytta weitergeht. Wir plaudern eine Stunde über Wandern, Zelte und Reisen.
Kurz darauf besucht uns unser Nachbar, der deutsche Wanderer von gestern. Wir unterhalten uns lange über Wandern, Norwegen, LostPlaces, Fotografieren und viele andere Themen. Er ist in Norwegen bereits oft gewesen, meist aber im Winter. Einige Touren hat er zusammen mit einem Freund unternommen, der zusammen mit Olaf Rieck (mit dem wir zwei Mal in Nepal waren) das patagonische Inlandeis durchquert hat. Die Welt ist klein. Auch kommen wir ihm bekannt vor, weil er unseren Blog gelesen hat. Die Wanderelster, deren Blog über ihren NPL ich schon die ganze Zeit verfolge, hat er vor ein paar Tagen getroffen.
Am späten Nachmittag sehen wir kleine Fleckchen blauen Himmels und der Regen hört doch tatsächlich auf. Wir gehen raus und Petra pflückt in kurzer Zeit eine riesen Portion Blaubeeren, während ich einige Fotos rund um die Hütte mache.
Am Abend sitzen wir noch mal gemütlich mit unserem Nachbarn beim Kaffee, als eine 10-köpfige Wandergruppe auftaucht. Kurze Zeit sind wir entsetzt, da wir annehmen, dass sie die komplette Hütte gebucht haben. Doch dann ziehen sie weiter und bauen ihre Zelte nur 100 Meter hinter unserer Hütte auf.
Der Sonnenuntergang ist hier bereits fast zwei Stunden später als am Anfang unseres Urlaubs. Heute versinkt die Sonne mit einem roten Strahlen auf den Wolken.


























