Roadtrip Norwegen 2026: Besteigung des Sukkertoppen und des Husfjellet

Heute ist noch besseres Wetter als gestern vorhergesagt und der Wetterbericht hat Recht. Bei diesem Wetter leuchten die Farben in der Natur: das Blau des Meeres und des Himmels, das Grün der Bäume, das Gelb des Grases. Fast schon kitschig. So ist Autofahren wie Kino.

Wir wachen früh auf und kommen somit auch recht früh weg, um zum Einstieg des Sukkertoppen zu fahren, der ungefähr 40 Kilometer vom Campingplatz entfernt ist.

Der Ort Hamn, wo der Weg beginnt.

Die Straße ist zum Teil nur 1,5 – 1 spurig mit vielen Ausweichstellen. Gut, dass so wenig Verkehr herrscht. Der Parkplatz ist zugleich der Anfang des Weges, der sich steil durch den Wald nach oben kämpft.

Diese Hotelanlage ist nicht gerade billig.

Auf halber Strecke kommen uns zwei Trailrunnerinnen entgegen, deren grell leuchtende Shirts ich bereits unten vom Parkplatz aus knapp unterhalb des Gipfels ausmachen konnte. Ansonsten sollten uns nur noch circa 10 weitere Wanderer entgegen kommen.

Der Berg rechts ist der Sukkertoppen, der Aufstieg erfolgt aber auf der anderen Seite. Wir sind allerdings nur bis zur Spitze rechts neben dem Gipfel gekommen.
Petra schließt zu mir auf
Kurz vor unserem Umkehrpunkt.
Knapp unterhalb des Gipfels, weiter habe ich mich nicht getraut.

Nach 2,5 Stunden sind wir schließlich wieder am Wagen und fahren direkt weiter Richtung Skaland, wo wir auf das Husfjellet aufsteigen wollen. Um dorthin zu gelangen, müssen wir eine Passstraße hochfahren. Direkt nach der Passhöhe geht es wieder hinab, aber durch einen Tunnel, wo gerade knapp zwei Autos aneinander vorbei passen. Auch hier sind viele Ausweichstellen, aber wenig Verkehr.

Kurz unterhalb des Passes.

Die Besteigung des Husfjellet ist wohl wesentlich beliebter als die Besteigung des Sukkertoppen, denn der Parkplatz ist entsprechend größer und kostenpflichtig. Und es sind natürlich auch viele Wanderer unterwegs.

Wie immer, geht es zunächst durch einen Wald hinauf, anfangs sogar über eine breite Forststraße. Danach folgt das baumlose Fjell, und später eher felsiger Untergrund.

Viele der Mitwanderer sind mit normalen Turnschuhen unterwegs, entsprechend schwierig und unangenehm sind für sie die vielen sumpfigen Passagen. An einer Stelle, so bin ich mir sicher, könnte man hüfttief einsinken – da würden allerdings auch unsere Bergstiefel wenig helfen.

Ab der Hälfte der Strecke können wir die andere Hälfte vor uns erkennen, denn der Weg und auch die Wanderer zeichnen sich deutlich vor den felsigen Untergrund ab. Wir müssen nun „nur“ noch dem Grad bis zum Gipfel folgen.

Petra ist auch gleich da.
Auf dem Gipfel.
Und dann müssen wir alles wieder hinunter.

Insgesamt sind wir heute 1000 Höhenmeter hinauf (und auch wieder hinunter) auf einer Gesamtstrecke von 13 Kilometer gewandert. Beide Wanderungen sind empfehlenswert. Aussichtsreicher ist aber eindeutig die zweite.

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