Roadtrip Norwegen 2026: Besteigung Gammelveten und Spaziergang im Ånderdalen Nasjonalpark

Direkt hinter unserem Campingplatz liegt der Berg Gammelveten, was übersetzt „Altes Wissen“ bedeutet. Der Campingplatzwirt hat uns von dem tollen Rundumblick dort oben vorgeschwärmt. Und da wir nicht unbedingt weit fahren wollen, haben wir diese Wanderung für heute eingeplant. Und das Wetter ist mal wieder wesentlich besser als vorhergesagt.

Durch diesen nun fast herbstlichen Wald geht es hinauf.

Anfangs folgen wir noch einem Forstweg, der sich steil den Berg durch den Wald hindurchschlängelt. Nach 150 Höhenmetern endet diese Straße und der eigentliche Wanderweg beginnt. Das Ende des Forstwegs wird durch ein altes Wohnmobil markiert. Warum der Besitzer sich die Mühe gemacht hat, es hier hinauf zu bringen, nur um es verfallen zu lassen?

Autoentsorgung auf norwegische Art.
Je höher wir kommen, desto besser wird der Weitblick.

Kaum verlassen wir den Wald, flacht der Weg zunächst ab und es wird sumpfig. Doch das sind wir bereits von unseren zahllosen Wanderungen hier in Norwegen gewohnt.

Das letzte Stück hinauf zum Gipfel ist dann auch noch felsig.

Nach insgesamt 450 Höhenmeter kommen wir am Gipfel an und stellen fest, der Campingplatzwirt hatte Recht, der Ausblick hier oben ist gigantisch, fast die gesamte Insel Senja können wir überblicken.

Zur Mittagszeit sind wir unten an unserer kleinen, gemütlichen Hütte und wärmen die Reste vom Vortag auf. Danach geht es die knapp 20 Kilometer zum Ånderdalen Nasjonalpark. Wir parken auf dem gebührenpflichtigen und recht vollen Parkplatz und beginnen unseren 5 Kilometer langen Spaziergang, was uns nach den 11 Kilometern vom Vormittag für heute reicht.

Vom Parkplatz führt ein breiter, ebener und gut zu gehender Weg in den Nasjonalpark hinein. Kaum haben wir die ersten Meter geschafft, sind wir begeistert vom Wald um uns herum und vom Tal unter uns und den Bergen im Hintergrund.

Um den Leuten und vor allem den Kindern etwas von Natur und Naturschutz mit auf den Weg zu geben, sind alle paar hundert Meter Informationstafeln. Und es gibt zahlreiche mehr oder weniger versteckte Holzskulpturen.

Wer findet der (Holz-)Specht?

Nach circa zwei Kilometern ist der Weg nicht mehr behindertengerecht und es geht über Stock und Stein einen kleinen Hügel hinauf zu einem modernen Gappahuk und dann auf der anderen Seite wieder zurück auf den Hauptweg. Um den Untergrund zu schonen ist dieser Weg mit Jute ausgelegt, über die Holzstückchen geschüttet wurden.

Insgesamt ein gelungener Abschluss eines schönen Wandertages.

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