2009 haben wir unsere erste längere Wanderung in Norwegen unternommen. Wir sind damals in vier Wochen ca. 400km von Haukeliseter bis Gjendesheim gewandert. Bereits auf der ersten Etappe zur Hellevassbu haben wir Marita Petersen und Magne Berg Hanssen kennengelernt, die auf ihrem Weg von Lindesnes zum Nordkapp waren. So haben wir das erste Mal vom NPL (Norge på langs) gehört.
Etliche Jahre und viele Wanderungen später wollten wir dieses Abenteuer selbst erleben und machten uns 2022 auf den Weg. Leider mussten wir auf der halben Strecke bei Røyrvik abbrechen. Ein Jahr später konnten wir aber die letzte Lücke zu einer kompletten Norwegendurchquerung schließen. Für unseren ersten NPL haben wir fünf Etappen verteilt auf zehn Jahre benötigt.
Dieses Jahr haben wir versucht, die Gesamtstrecke am Stück bewältigen. Dass wir einige Landstriche bereits mehrfach bewandert haben, hat uns dabei nicht gestört. Außerdem haben wir gerade in der südlichen Hälfte versucht, neue Wege und Gegenden zu finden. Aber auch die Wege, auf denen wir bereits unterwegs waren, waren für uns nicht langweilig, denn je nach Wetter, Lust und Kondition sieht und empfindet man ohnehin die Landschaft immer anders.
Noch 75 Tage: Der Countdown läuft
In 75 Tagen geht es endlich los! Es geht in den Urlaub, und natürlich wieder nach Norwegen. Selbstverständlich werden wir …
Liveübertragung
Der Start unseres zweiten NPL wird exklusiv und live im Internet übertragen: https://lindesnesfyr.no/webkamera/. Wir werden am 12.6. ca. gegen 12:00 …
Tag 1: Evacuate, Evacuate, Evacuate
4:30 Uhr schrecke ich aus dem Schlaf hoch, weil ich im Traum darüber nachgedacht habe, ob ich die häßliche, grün-braune, …
Tag 2: Ein Hauch von Südsee
Als ich aufwache ist es taghell und ich kann überhaupt nicht einschätzen, ob es 3 oder 8 Uhr ist, oder …
Tag 3: Überraschung am Abend
Das Frühstücksbuffet wird 7 Uhr geöffnet, Punkt sieben stehen wir davor. Es steht eine lange Etappe an, mit einigen Ungewissheiten, …
Tag 4: Duschen auf der Weide
Das Frühstück wird uns von Heerscharen von Kriebelmücken vermiest. Zum ersten Mal auf diesem Tripp nutzen wir unsere Moskitonetze, die …
Tag 5: Nächtlicher Besuch
Ein lautes Muhen passt irgendwie nicht in meinen Traum und ich wache erschreckt auf. Es ist halb zwei und ich …
Tag 6: Notplatz
Nachtrag zu gestern: Hier in Heddan Gård wurde uns das erste kulinarische Highlight dieser Tour beschert. Es gab folgendes drei …
Tag 7: Mückenparadies
Gegen sechs wache ich auf und müsste eigentlich dringend pieseln. Doch die Mücken, die vor unseren Zelttüren auf uns lauern, …
Tag 8: Verstiegen
Die Nacht im Aufenthaltsraum war nicht so erholsam, da die Sofas recht schmal sind und zum Schlafen nur bedingt geeignet. …
Tag 9: Kurzstrecke
In der Nacht hat der Sturm ordentlich das Zelt durchgeschüttelt, doch mit der Abspannung gab es keine Probleme. Das Zelt …
Tag 10: Hytte de luxe
Da wir die Gardinen in unseren Schlafzimmern nicht zuziehen, werden wir heute vom Sonnenschein geweckt. Der Himmel ist wolkenlos, doch …
Tag 11: Zusatzasphalt
Wir wachen früher auf als sonst und stehen auch sofort auf. Die anderen schlafen noch alle und wir versuchen, so …
Tag 12: Schlechtwetterhütte
Wir wachen wieder recht zeitig auf, doch ungewohnter Weise ist unser Zeltdach nicht vom Sonnenschein erleuchtet, der Himmel ist mit …
Tag 13: Hüttengespräche
Ich wache auf, und das erste, was ich bemerke, ist das Prasseln von Regen gegen unser Fenster. Ein Blick raus …
Tag 14: Ausgerenkt
Als ich aufwache, höre ich den Wind, der um unsere Hütte pfeift. Ein Blick durchs Fenster zeigt einen aufgewühlten See, …
Tag 15: Halbtagswanderspaß
Als wir aufwachen, schauen wir sofort aus unser Fenster. Die Wolken hängen tief unterhalb der Bergspitzen. Allerdings regnet es nicht …
Tag 16: Schneefelder
Wir treten vor die Hütte und werden von einem Nebel erwartet, dem ein Versprechen auf schönes Wetter innewohnt. Blauer Himmel …
Tag 17: Die Burger dauern noch einen Tag länger
Morgens komme ich noch ins Gespräch mit einem norwegischen Paar, dass von Haukeliseter nach Lindesnes läuft. Wir tauschen direkt Erfahrungen …
Tag 18: Nummer 100
Heute geht es im Nieselregen los, der sich schnell zu einem echten Regen auswächst. Neben der Nässe von oben, kommt …
Tag 19: Wandern, um anzukommen
Heute laufen wir nicht im Nieselregen los, denn es schüttet direkt von Anfang an. Und ein sehr starken Wind treibt …
Tag 20: Schlechte Nachrichten
Haukeliseter ist ein beliebter Startpunkt für Wanderungen in der Hardanger Vidda. Dieses große Naturschutzgebiet ist quasi die Wiege unser Wandererkarriere, …
Tag 21: Just in time
Die Nacht über träume ich von waghalsigen Furten und abendteuerlichen Aktionen, die Brücke aufzubauen und wache immer wieder auf. Mit …
Tag 22: Veränderungen
Das erste, was sich heute verändert hat, ist das Wetter. Als wir aufstehen, sehen wir mehr blauen Himmel als Wolken. …
Tag 23: Regenjacken bei Sonnenschein
Das Frühstücksbüffet ist wie immer sehr reichhaltig. Es gibt frisches Brot, Brötchen und Waffeln, Bratkartoffeln, hartgekochte Eier, Rührei, Lachs, Forelle, …
Tag 24: Viel besser, als erwartet
Ich wache auf, es ist dunkel. Also dunkel für norwegische Verhältnisse im Juli. Und ich muss mal dringend wohin. Ein …
Tag 25: Nasse Felsen
Der Wetterbericht verspricht nichts Gutes für Heute, denn es soll den ganzen Tag regnen. Das Thermometer am Eingang der Hütte …
Tag 26: Ohne Handschuhe
Es nieselt ganz leicht und es ist kühl aber nicht kalt und es geht ein kaum spürbarer Wind. Petra hat …
Tag 27: Fastpausentag
Der Tag fängt schon gut an. Als ich meine Wanderschuhe zuschnüre, reißt ein Riemen. Das hat sich schon länger angedeutet, …
Tag 28: Alpenidylle
Wir stehen sechs Uhr auf, die beiden Frauen in unserem Zimmer schlafen noch, auch als wir nach dem Frühstück die …
Tag 29: Zwangsdiät
Die Nacht war kalt, bestimmt so um die vier Grad. Gefroren haben wir in unseren Quilts nicht, doch das Aufstehen …
Tag 30: Steilhang
Als wir aufwachen, geht kein Lüftchen, und die Osten zugewandte Zeltseite ist von der Sonne hell erleuchtet. Wir können sogar …
Tag 31: Bergsteigermenü
Vor der heutigen Etappe haben wir beide etwas Respekt, besonders vor dem Hintergrund des gestrigen Schlußabstiegs. Auf den ersten drei …
Tag 32: Zwangspause
Meine Blase am großen Zeh ist natürlich von der gestrigen Etappe nicht besser geworden, eher im Gegenteil. Alle laienhaften Behandlungsversuche …
Tag 33-35: Überholmanöver
Drei Tage waren wir insgesamt auf dem Campingplatz. In der Zeit konnten wir unsere Wäsche komplett waschen. Abends haben wir …
Tag 36: Auf dem Trockenen
Praktischer Weise fängt unser heutiger Wanderweg direkt am Ende der Schotterpiste an, wo wir ja auch unser Zelt aufgebaut haben. …
Tag 37: Ein dröger Tag
Als wir gegen sechs aufwachen, strahlt die Sonne bereits von einem makellos blauen Himmel. Es wird also wieder ein heißer …
Tag 38: Herr der Fliegen
Wir stehen leise auf, denn wir wollen die drei Frauen im Nebenzimmer nicht wecken, frühstücken, packen unsere Rucksäcke und verlassen …
Tag 39: Weicher Asphalt
Als wir pünktlich um acht am Frühstücksbuffet stehen, sieht alles reichlich geplündert aus. Die Asiaten durften wohl vorher ran, denn …
Tag 40: Trinkschokolade
Gestern Abend hat es tatsächlich noch geregnet. 45 Minuten, zum Teil richtig feste, und über uns war blauer Himmel. Die …
Tag 41: Hüttenlabyrinth
Unser Campingplatz liegt inmitten eines riesigen Hüttenfeldes, dem Kvamsfjellet. Es windet sich eine Asphaltstraße hier hindurch, von der einige Schotterstraßen …
Tag 42: Zwischen Schuttbergen
Obwohl wir die norwegischen Hütten mit ihrer Gemütlichkeit, dem tollen Essen, der Dusche, dem Trockenraum und den vielen anderen Annehmlichkeiten …
Tag 43: Alte Wege
Die Mücken stehen leider noch eher auf als wir. Darum haben wir keine Chance, das Frühstück draußen in Ruhe zu …
Tag 44: Kein Hitzefrei
Wir wachen früh auf, frühstücken im Zelt, da uns die Mücken keine andere Wahl lassen, packen alles ein und stiefeln …
Tag 45: In der Natur
Noch innerhalb von Alvdal ist unser Wanderweg ausgeschildert. Wir folgen zunächst wieder einer Schotterpiste und später einem Wanderweg bis hinauf …
Tag 46: Fitnesscheck
Über den heutigen Tag kann ich eigentlich nicht viel schreiben. Der Wanderweg führt uns von der Rivdalen-Hütte über Schotterwege und …
Tag 47: Nach Sonnenschein kommt Regen
Laut Wetterbericht soll es nur bis acht Uhr morgens regnen. Deshalb lassen wir es nach dem Frühstück langsam angehen und …
Tag 48: Sumpf und Blaubeeren
Um 04:30 Uhr wache ich auf und höre heftigen Regen, der auf das Hüttendach pladdert. „Na toll“ denke ich, drehe …
Tag 49: Steine, Wind und Regen
Die Fähre kommt erst um elf Uhr, wir können also gemütlich frühstücken, lesen, die Rucksäcke packen und die Hütte putzen. …
Tag 50: Rømmegrøt wird nie unsere Lieblingsspeise
Als wir aufstehen, sehen wir durch das Fenster eine Herde Rentiere, die gemütlich in dieser stillen Morgenstunde zwischen den Hütten …
Tag 51: Mkm
Eingeschlafen sind wir gestern Abend bei Regen, aber heute morgen wachen wir bei schönstem Sonnenschein auf. Das passt nun überhaupt …
Tag 52: Aus Versehen Kungsleden
Heute haben wir unser erstes, schwedisches Frühstück. Die norwegischen sind zwar etwas reichhaltiger, doch auch dieses lässt kaum Wünsche offen, …
Tag 53: Modell 65
Als wir aus unserem Zelt krabbeln ist es windig und die Wolken hängen sehr tief. Die Berge, die gestern noch …
Tag 54: Grunzen am Morgen
Nachtrag zu gestern: Wir haben den kompletten gestrigen Tag nur 2 Wanderer und 5 Mountainbikefahrer getroffen. Das Abendessen war sehr …
Tag 55: Abstieg in der Dämmerung
Die Nacht war zwar aufgrund des starken Windes etwas unruhig, doch insgesamt wachen wir erholt auf. Wir waschen uns in …
Tag 56: Norwegisches Einkaufsparadies
Es ist weiterhin stürmisch, als wir aufstehen. Da an der Hütte kein Bach oder See ist, und wir nur einen …
Tag 57: Gefühlte ein Grad
Das Wetter stellt heute unsere Motivation auf die Probe, denn es regnet und windet mal wieder. Einfach hier in Storlien …
Tag 58: Eine andere Art der Trinkwasserversorgung
Nachtrag zu gestern: Einer der beiden jungen Männer macht ebenfalls den NPL. Seine Route ist in vielen Bereichen identisch mit …
Tag 59: Mr. Blue Sky
Nachtrag zu gestern: Es war nach 22 Uhr, ich wollte gerade ins Bett, da sah ich einen jungen Wanderer auf …
Tag 60: Der schwedische Weg
Da der Spanier gestern mit 30 Kilometern eine kurze und entspannte Etappe hatte, steht er heute kurz nach uns auf …
Tag 61: Zwei Besucher an einem Tag
Vor einigen Tagen hatte ich ja schon erwähnt, dass sich die Schnallen an meinem Rucksack ständig verstellen. Gestern haben wir …
Tag 62 – 64: NPLer Treffen
Am Montag legen wir einen Shoppingtag ein. Zuerst kaufen wir Medikamente in der Apotheke gegenüber, mit denen mein Magen beruhigt …
Tag 65: Die unmögliche Furt
Nach dem Frühstück bezahlen wir bei Hilde und sagen ihr, dass wir sehr wahrscheinlich Mitte Oktober zurückkommen werden, um die …
Tag 66: Weichgekocht
Zum Start des nächsten Wandertages ist das Wetter besser als vorhergesagt, denn es regnet nicht. Doch die Freude ist nur …
Tag 67: Abwettern
In der Nacht hat es mehrmals geplästert und der Wind ist noch stärker geworden. Heftige Böen zerren an der Hütte, …
Tag 68: Die letzte Etappe
Wir schlafen ein, während weiterhin schwere Sturmböen unsere kleine Hütte traktieren, als ob sie alles daran setzen, sie zum Einsturz …
3,5 x Everest
Ich habe die Daten unseres NPL-Versuchs mal etwas zusammengefasst. Insgesamt sind wir 59 Etappen gewandert und haben dabei 1282 Kilometer …
