Als wir kurz vor acht zum Speiesaal hinübergehen sind die Vorbereitungen für das heutige Hundetraining schon dran. Die Hunde heulen und bellen, wie zur Fütterungszeit, denn jeder möchte gerne zeigen, wie gut er ist. Da noch kein Schnee liegt, werden die Hunde nicht vor einen Schlitten geschnallt, sondern vor einen vierrädigen Wagen. Wie beim Schlitten steht der Musher hinten, hat aber einen Lenker, an dem sich wie beim einem Motorrad zwei Bremshebel befinden. Selbst diese schweren Hydraulikbremsen sind nicht ganz ausreichend, um die 12 Hunde zu stoppen. Zusätzlich kommt noch ein Mitfahren auf den Sitz vor dem Lenker und hinten dran noch Sandsäcke.

Das Buffet ist schon arg geplündert, doch für uns ist noch genügend da. Nach der Mahlzeit und dem Bezahlen fahren wir Richtung Tromsø, dem letzten Ort unseres Roadtrips. Die Fahrt ist entspannt, der anfängliche blaue Himmel versteckt sich mehr und mehr hinter grauen Wolken.


Kurz vor unserem Ziel steht eine große Rentierherde gelassen auf der Straße und lässt sich auch durch die Fahrzeuge auf beiden Spuren nur gemächlich von der Fahrbahn vertreiben.

Die Einbahnstraßen, Durchfahrtsregelungen und Baustellen in Tromsø machen die Suche nach der Hertz-Niederlassung noch mal etwas spannender und hektischer als gewollt, doch letztendlich kommen wir dort an und die Abgabe des Fahrzeugs geht unbürokratisch und schnell vonstatten.

Mit unseren Rucksäcken auf dem Rücken gehen wir den knappen Kilometer zu unserem Hotel. Wir stellen das Gepäck in unser Zimmer und gehen in das Lokal, was Petra auf dem Hinweg bereits aufgefallen ist. Nach einer Zimtschnecke und einem Kaffee schlendern wir durch Altstadt und Hafengebiet.

Immer wieder entdecken wir Orte, wo wir vor einigen Jahren den Spiritus für unseren Kocher gekauft, Abends gegessen oder mit dem Bus losgefahren sind und schwelgen in Erinnerungen.

Abends ziehen wir noch mal los und essen in einem Tapas-Restaurant. Danach folgt eine abschließende Runde noch mal am Kai entlang.
Das war also unser Norwegen Urlaub 2026. Es ist mal wieder so viel in dieser Zeit passiert, dass uns die ersten Tage in Alta wie eine Ewigkeit her vorkommen. Obwohl diese Reise ganz anders verlaufen ist, als geplant, war sie mal wieder toll und hat uns beiden richtig Spaß gemacht. Aber nach der Reise ist vor der Reise. Beim Abendessen haben wir schon Ideen für unsere nächsten Urlaube gemacht. Wir freuen uns jetzt schon drauf.





