Heute verlassen wir die Inselgruppe Lofoten und fahren somit von einem Ende zum anderen. Die Sonne lacht, der Himmel ist blau, von den Temperaturen ist es eher herbstlich, die Birken leuchten in einem knalligen Gelb und Meer sowie Seen sind fast wie Spiegel, denn es ist nahezu windstill.


In Svolvaær schließen wir unseren ID3 an einen Tesla-Supercharger an, gehen für eine halbe Stunde einkaufen, und als wir wiederkommen, sind die Batterien von 20 auf 80 Prozent aufgeladen. Kurz hinter Svolvær halten wir nun bei wesentlich besserem Wetter am Aussichtspunkt Austenesfjorden an. Vor gefühlt einer Ewigkeit waren wir hier schon mal und hatten Nebel und Nieselregen. Das Foto von vor einer Woche war folgendes:

Heute zeigt sich das Panorama hingegen so:

Bis hierhin kennen wir die Strecke bereits, obwohl die Landschaft bei diesem schönen Wetter für uns vollkommen anders aussieht. Die Aussichten die nun kommen, sind für uns aber komplett neu. Ich hätte hunderte von Bildern machen können, doch nie fallen Parkplätze und schöne Motive zusammen. Nur ab und zu bietet sich zum Fotografieren ein gute Gelegenheit. Aber die Bilder sind in unser Köpfen abgespeichert.



Heute stehen wir in zwei Staus. Der erste ist mal wieder bei der Baustelle am Tunnel, wo wir bereits auf dem Hinweg standen. Der zweite ist ein besonderer. Denn die Straße ist gespertt worden, damit Rentiere von der Sommer- zur Winterweide getrieben werden können. Dieses Treiben passiert übrigens mit Quads und Hubschrauber. Von der gesamten Aktion konnten wir allerdings nur den Hubschrauber sehen, denn der Rest lag für uns verborgen hinter der nächsten Kurve.
Kaum haben wir die Lofoten verlassen, ändert sich die Landschaft schlagartig. Die Berge sind sanfter und nicht so schroff, der Birkenwald zieht sich oft bis zum Gipfel hinauf, die Täler werden breiter. Das Autofahren ist erneut wie Kino in Breitbildformat. Relativ entspannt kommen wir gegen vier am Campingplatz in Øse an und beziehen erneut eine kleine Hütte.
Morgen müssen wir noch in Setermoen die Lebensmittel für die nächsten zwei Tage einkaufen, denn wir wollen noch eine kleine, gemütliche Hüttentour am Altevatnet machen. Das Gebiet kennen wir bereits von unseren Wanderungen und von einer Husky-Tour. Leider soll sich genau in diesen drei Tagen das Wetter wieder verschlechtern. Aber wir hoffen, dass wir Glück haben und der Wetterbericht erneut danebenliegt.
